
Interton VC 4000
Der Interton VC 4000 war 1978 eine der ersten deutschen Modulkonsolen und Ausgangspunkt einer ganzen Gerätefamilie.
Der deutsche Hörgerätehersteller Interton brachte 1978 den Video Computer 4000 heraus, eine der ersten Modulkonsolen Europas. Intern arbeitet ein Signetics 2650 mit dem Grafikbaustein 2637, der einfache Farbgrafik und Ton liefert. Charakteristisch sind die fest am Gerät angebrachten Bedienfelder mit Joystick und Zahlenblock; Spiele kamen auf ROM-Modulen. Die Bibliothek umfasst rund 40 Titel, etwa Rennspiele, Roulette, Flipper und Weltraumspiele. Die Technik wurde in mehreren Ländern unter eigenen Namen weiterverkauft, etwa als Voltmace Database, Grandstand oder Acetronic MPU-1000; die Module sind weitgehend untereinander kompatibel. Gegen die Konkurrenz von Atari und Philips hatte das Gerät keine Chance, es bleibt als technisch schlichter, aber historisch interessanter deutscher Beitrag zur frühen Konsolengeschichte in Erinnerung. Sammler schätzen die kuriose Familie baugleicher Geräte.
Urheber: Evan-Amos · Lizenz: Public domain · Bildquelle (Wikimedia Commons)





