
Philips CD-i
Philips' interaktiver CD-Spieler wollte Wohnzimmer erobern und wurde stattdessen vor allem durch seine Zelda-Ableger bekannt.
Das Compact Disc Interactive wurde von Philips und Sony als Standard für interaktive Medien entwickelt, im Dezember 1991 begann der Verkauf in den USA, 1992 folgte Europa. Philips pries das Gerät als Alleskönner für Wohnzimmer und Schule: Musik-CD, Foto-CD, Videofilme per optionalem MPEG-Modul, Lernprogramme und Spiele. Im Innern arbeitet ein Philips SCC68070, eine 68000-Variante mit rund 15 MHz, dazu 1 MB RAM. Für Spieler wirkte die Leistung gegen Mega Drive und SNES schwach, bei Preisen um 800 Dollar kaum konkurrenzfähig. Bekannt wurden die CD-i-Spiele durch eine Lizenzvereinbarung mit Nintendo, nachdem deren CD-Plan mit Sony scheiterte: Link: The Faces of Evil, Zelda: The Wand of Gamelon und Hotel Mario erreichten schlechte Kritiken, wurden aber als Internetmeme berühmt. Weitere Titel waren Burn:Cycle und Mad Dog McCree. Die Verkaufszahlen lagen bei geschätzt einer Million, 1998 wurde die Produktion eingestellt.
Urheber: Evan-Amos · Lizenz: Public domain · Bildquelle (Wikimedia Commons)






