
Atari Jaguar
Ataris letzte Konsole: Als 64-Bit-System beworben, mit schwieriger Hardware und kleiner Spielebibliothek.
Der Jaguar kam im November 1993 zunächst in Testmärkten auf den Markt und war Ataris Versuch, nach Lynx und 7800 noch einmal gegen Sega und Nintendo anzutreten. Die Architektur ist ungewöhnlich: Ein Motorola 68000 steuert das System, während die beiden Custom-Chips „Tom“ und „Jerry“ Grafik und Sound berechnen. Atari warb mit „64 Bit“, was Entwickler als Marketing werteten, denn die Programmierung galt als kompliziert. Der Preis lag mit 249 US-Dollar niedrig, doch die Bibliothek blieb dünn. Heute erinnert man sich an Tempest 2000, Alien vs Predator, Iron Soldier und die Doom-Umsetzung; als Beigabe lag das umstrittene Cybermorph bei. Ein CD-Laufwerk folgte 1995. Die Verkaufszahlen lagen bei rund 250.000 Geräten. Ende 1996 fusionierte Atari mit JTS und gab die Hardware auf; die Spiele sind heute Sammlerware.
Urheber: Evan-Amos · Lizenz: Public domain · Bildquelle (Wikimedia Commons)











