
Ouya
Per Kickstarter finanzierte Android-Konsole für 99 Dollar: offen für Entwickler, aber mit schwachem Spielekatalog gescheitert.
Die Ouya wurde 2012 über Kickstarter finanziert und sammelte rund 8,6 Millionen Dollar ein, damals der fünfthöchste Betrag der Plattform. Die Idee: eine billige, offene Android-Konsole für den Fernseher. Das würfelförmige Gerät mit Nvidia Tegra 3 und vier Kernen bei 1,7 GHz erschien im Juni 2013 für 99 Dollar, jede Konsole galt zugleich als Entwicklerkit, Rooten war ausdrücklich erlaubt. Jedes Spiel musste eine kostenlose Probe bieten. Doch der Katalog bestand überwiegend aus Gelegenheitsspielen, das erfolgreichste Spiel TowerFall verkaufte angeblich nur rund 7.000 Exemplare. Insgesamt gingen etwa 200.000 Geräte über den Ladentisch. Im Juli 2015 übernahm Razer die Software und das Team, die Hardwareproduktion endete, der Betrieb lief bis Juni 2019 weiter. Heute gilt die Ouya als warnendes Beispiel für Crowdfunding.
Urheber: Evan-Amos · Lizenz: Public domain · Bildquelle (Wikimedia Commons)










